"Die Sprache ist die Kleidung der Gedanken"

Samuel Johnson, engl. Schriftsteller 1709 - 1784

 

Wir legen auf eine durchgängige Sprachbildung und -förderung größten Wert. Grundlage hierfür ist unser gemeinsames Sprachbildungskonzept. Sprachförderung findet nicht nur in jedem einzelnen Unterrichtsfach statt, sondern auch ergänzend in Form besonderer Maßnahmen:

Sprachlerntagebuch

In der Kita haben die Kinder begonnen, ein Sprachlerntagebuch zu führen. In Abstimmung mit den Eltern nutzen wir das Sprachlerntagebuch für die weitere Sprachförderung der Kinder in der Schulanfangsphase.

Sprachförderprojekt ProSach: Förderung von Sprachkompetenz im Sachunterricht

Lehrkräfte stehen überall und in allen Fächern vor der Herausforderung, ihren Schülerinnen und Schülern nicht nur fachliches Wissen zu vermitteln, sondern gleichzeitig ihre sprachlichen Fähigkeiten zu fördern. Unsere Schule nimmt deshalb seit 2016/17 am Projekt ProSach teil, einem Projekt zur Förderung fachlicher und sprachlicher Kompetenzen im Sachunterricht der Grundschule, um alle unsere Schülerinnen und Schüler noch besser zu unterstützen. Das Projekt verbindet Fortbildungen der Lehrkräfte und eine wissenschaftliche Begleitung des Unterrichts vor Ort. ProSach findet im Rahmen der Bund-Länder-Initiative „Bildung durch Sprache und Schrift" (BiSS) statt und wird vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBF) gefördert. Nähere Informationen zu ProSach finden Sie auf der Webseite des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB).

Förderunterricht für Deutsch als Zweitsprache (DAZ)

geschieht grundsätzlich in temporären Kleingruppen oder unterrichtsbegleitend auf Basis einer Diagnostik und Empfehlung der Klassen- und Deutschlehrkräfte. Den Förderunterricht erteilen Lehrerinnen, die entweder im Fach DAZ ausgebildet sind oder zumindest hier langjährige Erfahrungen vorweisen können.

Haben die Schülerinnen und Schüler sehr große Sprachdefizite im Deutschen, werden sie im Rahmen temporärer Lerngruppen (sogenannte „Willkommensklassen“ für Kinder ohne deutsche Sprachkenntnisse) in den Klassenstufen 3 bis 6 in sämtlichen Fächern auf den Unterricht einer Regelklasse sprachlich und methodisch vorbereitet. Hierbei orientieren wir uns an den Niveaustufen des Europäischen Sprachenportfolios.

Förderunterricht zur Behebung von LRS (Lese-Rechtschreibschwäche)

Wir arbeiten – wie im übrigen Lernbereich Rechtschreibung – nach der Freiburger Rechtschreibmethode (FRESCH), da sich diese in ihrem Aufbau für Schülerinnen und Schüler als besonders transparent und verständlich darstellt und sie für sich - schrittweise entsprechend der Struktur - Erfolgserlebnisse verbuchen können.

Um besondere Schwierigkeiten beim Erwerb der Rechtschreib- und Lesefähigkeiten frühzeitig zu erkennen und um rechtzeitig entsprechende Fördermaßnahmen einleiten zu können, nehmen wir in der Region Lichtenberg am Projekt PULS für die Jahrgangsstufen 1 und 6 teil. Das PULS-Verfahren steht unter Aufsicht des Schulamtes Lichtenberg und unter Leitung der Martin-Niemöller-Schule.

In allen anderen Jahrgangsstufen führen wir zweimal jährlich eine schulweite Rechtschreib- und Lesediagnostik durch. Diese ist Grundlage für das Einleiten und Überprüfen von Fördermaßnahmen.

Projekt „Sprache, Klang, Bewegung“

Mit zwei Klassen der JÜL 3/4-Jahrgänge führen wir das Projekt „Sprache, Klang, Bewegung“ unter der Leitung unserer Sprachbildungskoordinatorin durch. Bei diesem Projekt arbeiten wir mit dem Kinderzirkus cabuwazi im Rahmen der Initiative „Zirkus macht stark“ zusammen, das Projekt wird gefördert durch das Bundesförderprogramm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“. Ziel ist die Förderung der Sprachfähigkeiten mit Mitteln der Zirkus-, Theater- und Musikpädagogik. Zugleich handelt es sich um ein Inklusionsprojekt; deshalb sind sonderpädagogische Lehrkräfte zugeordnet. Durch den Einsatz zirkuspädagogischer Mittel werden Hemmschwellen gesenkt im Umgang mit Sprache, insbesondere auch bei Schülern nichtdeutscher Herkunft und bei Schülern mit Sprachstörungen, da ein erster Fokus auf das Erlernen von Bewegungsabläufen besteht, die mit Techniken der Sprachlernförderung wie z.B. Rhythmisierung angereichert werden.

Sonderpädagogische Sprachförderung

findet entweder im Rahmen der „Förderbänder“ statt oder als zusätzlicher Förderunterricht. Die Förderung baut auf eine enge Zusammenarbeit mit dem Elternhaus und ggf. sprachtherapeutischen Einrichtungen. Grundlegend ist die Förderung der auditiven Wahrnehmung, phonologischen Bewusstheit und der Motorik, kognitiven Verarbeitung, Lautbildung und des Wortschatzes.

Klassenrat

Der im Stundenplan fest verankerte Klassenrat dient der Förderung und Aktivierung mündlichen Sprachgebrauchs im Plenum. Hierzu sind feste Gesprächsregeln erarbeitet worden.

In der AG Schülerzeitung

vertiefen die teilnehmenden S. ihre Fähigkeiten im Schriftgebrauch der deutschen Sprache.

Fremdsprachenförderung

Kinder des 2. Schulbesuchsjahres können am Sprachband Englisch teilnehmen. Das freiwillige Angebot findet vorwiegend im Mittagsband statt, entweder für 2 mal 20 Minuten oder 40 Minuten pro Woche.

Ab Jahrgangsstufe 3 können sich Kinder für eine Französisch-AG anmelden. Die Latein-AG steht Kindern ab Jahrgang 4 offen.

Die AG Albanische Sprache und Kultur

findet wöchentlich für zwei Altersstufen statt, wird von einer aus Albanien stammenden Lehrerin geleitet und erfreut sich großer Beliebtheit. Ziel der AG ist es, unseren S. mit albanischen Wurzeln ein differenziertes Identitäts- und Sprachgefühl zu vermitteln in der Auseinandersetzung mit der albanischen und deutschen Kultur und Sprache.